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Schlappohren & Risiko-Rassen: Ohrenpflege beim Hund

Tiergesundheit · Ohren

Schlappohren & Risiko-Rassen: Ohrenpflege beim Hund

Hunde mit Schlappohren und stark behaarten Gehörgängen – etwa Cocker Spaniel, Labrador oder Pudel – neigen besonders zu Ohrproblemen. Die herabhängende Ohrmuschel verschließt den Gehörgang, es wird warm und feucht, und Schmutz wie Ohrenschmalz stauen sich. Mit einer regelmäßigen, sanften Ohrpflege und aufmerksamer Kontrolle können Sie das Risiko deutlich senken. Dieser Ratgeber zeigt, worauf es bei Risiko-Rassen ankommt.

Lesezeit ca. 6 Minuten · Zuletzt aktualisiert:

Warum Schlappohren anfälliger sind

Bei Stehohren ist der Gehörgang gut belüftet. Schlappohren legen sich dagegen über den Eingang des Gehörgangs und schließen ihn ab. Darunter entsteht ein warmes, feuchtes Milieu – ideale Bedingungen für Hefen und Bakterien. Kommen stark behaarte Gehörgänge oder häufiger Wasserkontakt hinzu, steigt das Risiko für Verschmutzung, Ohrenschmalzstau und Entzündungen zusätzlich.

Typische Risiko-Rassen

Risiko-Rassen für Ohrprobleme: Cocker, Labrador, Pudel und Basset

Cocker Spaniel & Spaniels

Lange, dichte Schlappohren mit wenig Belüftung – besonders pflegebedürftig.

Labrador & Retriever

Schlappohren und ausgeprägte Wasserliebe – Feuchtigkeit im Ohr ist ein häufiges Thema.

Pudel & Doodles

Stark behaarte Gehörgänge, in denen sich Schmutz und Schmalz leicht sammeln.

Basset & Bloodhound

Sehr lange Ohren nah am Boden – anfällig für Verschmutzung.

Die richtige Pflege-Routine

Bei Risiko-Rassen lohnt sich eine feste, sanfte Pflege-Routine: Ohren regelmäßig ansehen, bei Bedarf schonend reinigen und stets trocken halten. Zur regelmäßigen Pflege eignen sich die milden Vetiness Ohrentropfen AG mit kolloidalem Silber und Aloe Vera; bei stärkerer Verschmutzung die höher konzentrierten Ohrentropfen AG 200. Beide dienen der äußerlichen Reinigung und Pflege und ersetzen keine tierärztliche Behandlung. Reinigen Sie jedoch nicht übermäßig – die Balance ist entscheidend.

Weitere Tipps zur Vorbeugung

Schlappohr des Hundes zur Belüftung anheben

  • Nach Baden, Schwimmen und Regen die Ohren trocken tupfen.
  • Bei stark behaarten Gehörgängen Pflege mit Tierarzt oder Hundefriseur besprechen.
  • Ohren für bessere Belüftung gelegentlich anheben und lüften lassen.
  • Auf frühe Anzeichen wie Kratzen, Geruch oder Kopfschütteln achten.

Vertiefende Ratgeber

Häufige Fragen

Warum bekommen Hunde mit Schlappohren öfter Ohrprobleme?

Die herabhängende Ohrmuschel verschließt den Gehörgang, sodass es darunter warm und feucht wird. In diesem Milieu vermehren sich Hefen und Bakterien leichter, und Schmutz sowie Ohrenschmalz stauen sich. Deshalb brauchen Schlappohren regelmäßige, sanfte Pflege.

Welche Rassen sind besonders betroffen?

Besonders häufig betroffen sind Cocker Spaniel und andere Spaniels, Labrador und Retriever, Pudel und Doodles mit behaarten Gehörgängen sowie Basset und Bloodhound mit sehr langen Ohren. Auch andere Hunde mit Hängeohren profitieren von guter Pflege.

Wie oft sollte ich die Ohren einer Risiko-Rasse reinigen?

Bei Schlappohren und behaarten Gehörgängen ist oft eine Pflege ein- bis zweimal pro Woche sinnvoll, immer aber nur nach Kontrolle und bei Bedarf. Vermeiden Sie übermäßiges Reinigen.

Sollte ich die Haare im Ohr entfernen?

Ob und wie Haare im Gehörgang entfernt werden, ist umstritten und hängt vom Einzelfall ab. Besprechen Sie das mit Ihrem Tierarzt oder einem erfahrenen Hundefriseur, statt es unvorbereitet selbst zu versuchen.

Wie halte ich die Ohren nach dem Schwimmen gesund?

Tupfen Sie den sichtbaren Bereich nach dem Schwimmen oder Baden vorsichtig trocken, damit keine Feuchtigkeit im Ohr verbleibt. Eine sanfte Pflege bei Bedarf unterstützt ein trockenes, sauberes Ohrmilieu.

Kann ich Ohrproblemen ganz vorbeugen?

Ganz ausschließen lassen sich Ohrprobleme nicht, aber regelmäßige Kontrolle, sanfte Pflege, trockene Ohren und frühes Erkennen von Anzeichen senken das Risiko deutlich. Wiederkehrende Beschwerden sollten auf eine Allergie hin abgeklärt werden.